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Dr. Herlind Gundelach Mitglied des Deutschen Bundestages

Die Herausforderungen von guter Integration

Der Zustrom an Geflüchteten ist eine der größten Herausforderungen der Nachkriegsgeschichte. Eine Integration der vielen Tausend Schutzsuchenden kann nur dann gelingen, wenn sowohl die deutsche Gesellschaft und Politik als auch die Schutzsuchenden die Gesetze und die Grundwerte des gemeinsamen Zusammenlebens achten. Die Freie und Hansestadt Hamburg kann und muss da ihren Beitrag leisten.

 

Hamburg, als große und für Schutzsuchende attraktive Stadt hat eine große Anzahl an Geflüchteten aufgenommen. Gerade hier – wo ohnehin schon Wohnungsnot herrscht – war und ist die Unterbringung der vielen Menschen ein großes Problem. Die Ansiedlung in schnell hochgezogenen Massenunterkünften darf keine Lösung sein. Wir dürfen keine menschenunwürdige Ghettoisierung zulassen, da sie uns auch von dem entfernt, was wir doch erreichen wollen: ein friedliches und gemeinsames Miteinander. Ziel muss es sein, Migrantinnen und Migranten in der Mitte der Gesellschaft und nicht am Rande unterzubringen.

Ich möchte auf ein soziales und kulturelles Miteinander der Menschen in Hamburg hinwirken. Das Entstehen von Parallelgesellschaften müssen wir verhindern. Um eine tiefgreifende Einbindung in die deutsche Gesellschaft zu ermöglichen, sollte der Zugang zum öffentlichen Raum erleichtert werden. Dafür müssen in Verwaltungen und Gerichten die Abläufe weiter optimiert bzw. verständlicher werden. Behördendeutsch ist manchmal auch für Muttersprachler ein Problem.

 

Weiterhin müssen die bisher freiwilligen Helferinnen und Helfer, die eine herausragende Arbeit geleistet haben, besser unterstützt werden. Auch eine stärkere finanzielle Unterstützung für Vereine und Einrichtungen, die gezielte Integrationsarbeit leisten, ist geboten.

 

Das Angebot an Sprach- und Integrationskursen muss dem tatsächlichen Bedarf entsprechen. Deutschland ist ein demokratischer Rechtsstaat, der auf der freiheitlich-demokratischen Grundordnung basiert. Dieses Wertegerüst, welches die Unantastbarkeit der Würde des Menschen und die Einhaltung der Menschenrechte als seinen zentralen Pfeiler versteht, muss allen neu in Deutschland lebenden Menschen vermittelt werden. Die deutsche Sprache ist entscheidend, sie öffnet die Tür in unsere Gesellschaft. Entsprechende Angebote sollten verpflichtend sein. Werden sie nicht angenommen, müssen Konsequenzen folgen.

 

Nachdem in den letzten zwei Jahren vieles einfacher wurde, stehen wir immer noch vor der großen Herausforderung der Eingliederung von Geflüchteten in den deutschen Arbeitsmarkt. Diese muss besser und schneller funktionieren. Für Zugewanderte, die bestimmte Qualifikationen mitbringen und eine gute Bleibeperspektive haben, muss der Zugang zum Arbeitsmarkt beschleunigt werden – zum Beispiel durch Praktika oder durch erleichterte Einstiege in der Zeitarbeitsbranche.

 

Die erfolgreiche Integration der Geflüchteten ist eine Mammutaufgabe und wird Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte, dauern. Unsere heutigen Entscheidungen im Umgang damit werden maßgeblich darüber entscheiden, wie gut und gedeihlich, wie freundlich und friedlich unser Land sich entwickelt. Mein persönliches Ziel ist es, den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft zu wahren und zu fördern.

Ich setze mich ein für

 

  • ein Miteinander, in dem die Gesetze und die Grundwerte des gemeinsamen Zusammenlebens von allen Seiten geachtet werden.
  • keine Massenunterkünfte - Ziel soll es sein, Migrantinnen und Migranten in der Mitte der Gesellschaft und nicht am Rande unterzubringen.

 

  • die Optimierung der Abläufe in Verwaltungen und Gerichten für einen erleichterten Zugang zum öffentlichen Raum.
  • die bessere Unterstützung freiwilliger Helferinnen und Helfer.
  • die finanzielle Unterstützung für Vereine und Einrichtungen, die Integrationsarbeit leisten.
  • die Verpflichtung zu Sprach- und Integrationskursen für die Geflüchteten.
  • einen besseren Zugang zum Arbeitsmarkt, zum Beispiel über Praktika oder Zeitarbeit.